Reiche Ernte in Chieve

Reiche Ernte in Chieve durch Automatisierung

Rund 4.000 zusätzliche Palettenstellplätze, zu 98 Prozent fehlerfreie Transporte und eine problemlose Abwicklung von Spitzenvolumina.

Dank kluger gemeinschaftlicher Planung und einer ganzheitlichen Herangehensweise ist beim italienischen Trockenfruchtspezialisten Madi Ventura am Standort in Chieve die „Automatisierungsrechnung“ voll aufgegangen.

Automatisierung im Trockenfruchtbereich

Rund eine Autostunde von Mailand entfernt werden Jahr für Jahr rund 18.000 Tonnen Trockenfrüchte, Nüsse und weitere Naturprodukte umgeschlagen, Tendenz steigend. „Allein im letzten Jahrzehnt ist unser Umsatz um 25 Prozent gestiegen“, berichtet Betriebsleiter Giuseppe Calvini von Madi Ventura, einem führenden Verarbeiter und Importeur dieser immer begehrteren Superfoods. Ergo: Eine massive Erweiterung des Produktionsbereichs und damit eine Neuaufstellung der Intralogistik war für das Unternehmen mit Blick auf weiteres Wachstum dringend geboten.

Ein gehaltvolles Lastenheft

Dafür galt es allerdings, einige harte Nüsse zu knacken: So musste etwa das neu zu designende automatisierte Fertigwarenlager auch mit Betriebsbereichen interagieren können, in denen bedienergeführte Flurförderzeuge und Fußgänger unterwegs sind. Zudem sollte die Umsetzung nach Kundenwunsch im laufenden Betrieb realisiert werden. Herausforderung: angenommen!

Linde K-MATIC: Revolution in der Lager-Automatisierung

Als Generalunternehmen installierte Linde MH auf Basis eines neuen Lagerlayouts in Chieve ein Hochregallager mit zehn Gängen und sechs Lagerebenen. Ein- und ausgelagert wird auf bis zu 16 Metern vollautomatisch durch zwei automatisierte Schmalgangstapler Linde K-MATIC. Sie finden ihre Ziele dank Konturnavigation ganz ohne Leiterbahnen oder Laserreflektoren; für die vor- und nachgelagerten logistischen Prozesse zeichnen wiederum fünf Hochhubwagen Linde L-MATIC AC verantwortlich. Alle automatisierten – und mit modernsten Sicherheitssystemen ausgerüsteten – Geräte erhalten ihre Transportrouten über den Linde Robot Manager anhand der Daten des hauseigenen Lagerverwaltungssystems.

Die Zahlen stimmen, die Fläche bleibt – dank Automatisierung

Mittlerweile sind bei Madi Ventura alle relevanten Kennzahlen – von der Lagerkapazität bis zum Warenumschlag – signifikant gestiegen. Und dies, ohne dass neue Logistikflächen erschlossen werden mussten. Was die Verantwortlichen außerdem freut: „Seit dem Go-live hat sich die Arbeitsweise unserer Beschäftigten geändert. Sie sehen die Automatisierung nicht mehr als Konkurrenz, sondern verstehen sie als nützliche Unterstützung. Anders gesagt: Wir haben den Menschen nicht durch Maschinen ersetzt, sondern seine Professionalität erhöht“, resümiert CIO und Betriebsdirektor Simone Gedda zufrieden.

Veröffentlicht am 07.11.2023

Auch interessant

Reportagen

Stabilität trifft Flexibilität

Die E-Commerce-Profis der Wagner eCommerce Group zeigen, wie man aus einer vorhandenen Logistikfläche ein leistungsfähiges Schmalganglager machen kann – ohne VDMA-Spezialboden. Das Unternehmen setzt auf Linde K-Geräte mit dem Bodenausgleichssystem Active Stability Control (ASC).

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an.

Abonnieren Sie unseren Newsletter und verpassen Sie keine neuen Artikel.

Abbrechen Bestätigen